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Do. 30. Januar Uni Köln: „Kölner Lateinamerika-Gesprächskreis“ Die aktuelle Situation in Chile.

Wir wollen drei Perspektiven und Erfahrungen von unseren Referierenden vorstellen, um ein umfassenderes und klareres Bild von der aktuellen Lage in Chile zu erhalten.

Liebe Lateinamerikainteressierte,

connosco e.V. und das Kölner Forum für Internationale Beziehungen und Sicherheitspolitik e.V. (KFIBS) laden Sie herzlich ein zum fünften „Kölner Lateinamerika-Gesprächskreis“ (kurz: KLAGK), um mit Ihnen gemeinsam über die aktuelle Situation in Chile zu diskutieren.

Im November 2019 brachen die bisher größten Proteste und sozialen Unruhen seit Dekaden in Chile aus, die an dem Image des wirtschaftlichen Vorzeigelandes Zweifel aufkommen ließen. Den Protesten war eine Erhöhung der Fahrpreise der Metro von Santiago de Chile vorausgegangen, wie es oft in den Medien verbreitet wurde. Doch die Ursachen der Krise reichen tiefer in die Gesellschaft und weiter in die Vergangenheit. Auch die Reaktionen der Regierung Piñeras unter Zuhilfenahme des Militärs im Inneren sowie exzessiver Polizeigewalt verschärften die Lage zusätzlich. Angesichts dieser Situation wollen wir drei Perspektiven und Erfahrungen von unseren Referierenden vorstellen, um ein umfassenderes und klareres Bild von der aktuellen Lage in Chile zu erhalten.

Zeit: 30.01.2020, 18:00-20:00 Uhr Ort: Universität zu Köln Albertus-Magnus-Platz (Hörsaal VIIb, Hauptgebäude) 50923 Köln

Referierende

Jens Funk Madariaga hat einen Diplomabschluss in „Regionalstudien Lateinamerika“ von der Universität zu Köln sowie einen Masterabschluss in „Internationalen Beziehungen und Entwicklungspolitik“ von der Universität Duisburg-Essen erworben. Im Rahmen seiner Masterarbeit hat er sich dem Themenbereich der Digitalisierung und des Bergbaus in Chile gewidmet. Aufgrund seiner familiären Verbindungen nach Chile sowie eines Aufenthalts in der Cámara Chileno-Alemana de Comercio e Industria hat er sich in den vergangenen Monaten sehr intensiv mit der Situation im Land befasst. Nachdem er zuvor als „Incoming Students Coordinator“ am Zentrum für Internationale Beziehungen (ZIB) an der Kölner Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät gearbeitet hat, ist er derzeit Projektmanager im „International Office“ an der Universität zu Köln.

Marcos Rodrigo Sánchez López studierte Geschichtspädagogik an der Universität von Playa Ancha, Valparaíso, Chile. Seit 2010 ist er sozialer Führer in der Studierendenbewegung und heute als Präsident der NGO CCAA (agromedizinischer Gemeinschaftsanbau Aconcagua) aktiv. Zudem ist er Mitglied im Gemeinderat der Organisationen der Zivilgesellschaft. Anfang November 2019 in Deutschland angekommen, kennt er den Beginn der sozialen Unruhen sehr gut und unterstützt von Deutschland aus mit der Gruppe „Solidarität für Chile Bonn“ die Proteste in seiner Heimat.

Annika Erpenbeck ist Studentin im Masterstudiengang „Kulturstudien zu Lateinamerika“ an der Universität Bonn und beschäftigt sich seit 2015 – neben mehreren längeren Aufenthalten in Chile – verstärkt mit landesbezogenen Themen. Während ihres letzten Aufenthaltes zu Forschungszwecken für ihre Masterarbeit im Oktober 2019 in Talca brachen die Proteste aus, an denen sie besonders aus dem Kultursektor (Theater und Zirkus) heraus teilnahm. Derzeit schreibt sie ihre Masterarbeit über die hautnah erlebte Protestbewegung. Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen.

Mit besten Grüßen connosco e.V. und KFIBS e.V.