ila

17.-24.05. ¡Soy Cuba! – 16 Filme aus und über Kuba in Berlin (OmU)

Das Eröffnungsgespräch mit dem Schauspieler Luis Alberto García moderiert die Regisseurin Claudia von Alemann, Ehefrau des kubanischen Regisseurs Fernando Pérez.

"Am 17. Mai eröffnet das Babylon das Festival „¡Soy Cuba!“ mit „Ya no es antes“ und dem Hauptdarsteller Luis Alberto García, dem „Gesicht des kubanischen Kinos“.

Bis zum 25. Mai sind neun aktuelle und sieben ältere Produktionen, u.a. von Regisseur Fernando Pérez („La vida es silbar“) und mit Luis Alberto García zu sehen. Die aktuellen Filme sind dank der Kooperation mit dem filmforum höchst und dessen Frankfurter Festival „Cuba im Film“ nun in Berlin zu sehen, fast alle Berlin-Premieren.

Das Eröffnungsgespräch mit dem Schauspieler Luis Alberto García moderiert die Regisseurin Claudia von Alemann, Ehefrau des kubanischen Regisseurs Fernando Pérez. Das Babylon zeigt von ihm insgesamt vier Filme auf dem Festival. Beide – García und von Alemann – sind zudem zu Gast am Filmende von „La vida es silbar“ (1998, R: Fernando Pérez – 17.05. 17:30), um mit dem Publikum über den Film zu sprechen. Außerdem führt Claudia von Alemann am 18.05. um 20 Uhr in Fernando Pérez neuesten Film „Ultimos días en la Habana“ ein. Wie ist der aktuelle Blick „von innen“ auf die kubanische Gesellschaft, wie wird diese heute von den Filmemachern auf der Insel gesehen?

Die aktuellen, hier vorgestellten Produktionen lassen erkennen, dass sich die kubanische Gesellschaft in einer Umbruchsphase befindet. Migration und Rückkehr, kulturelle Unterschiede zwischen den Weggegangenen und Daheimgebliebenen: Das ist die Hintergrundfolie für Lester Hamlets „Ya no es antes“, der „¡Soy Cuba!“ eröffnen wird und der in Havanna auf dem Festival des neuen lateinamerikanischen Films den Publikumspreis gewann. Außerdem erhielt Hauptdarsteller Luis Alberto García den Preis für die beste männliche Hauptrolle. Luis Alberto García spielt auch in Jessica Rodriguez' Episodenfilm „Espejuelos Oscuros“, der sich unterschiedliche Momente der kubanischen Geschichte unterhaltsam, aber sehr offen vorknöpft. „Vientos en La Habana“ ist eine spanisch–kubanische Großproduktion von Felix Viscarret nach dem Buch „Vientos de Cuaresma“ (deutscher Titel „Handel der Gefühle“ aus der Reihe „Havanna Quartett“) des kubanischen Erfolgsautors Leonardo Padura, der sich mittels der Hauptfigur Mario Conde immer leidenschaftlich mit „seiner“ kubanischen Gesellschaft auseinanderzusetzen pflegte. Patricia Ramos‘ „El techo“ erzählt auf vergnügliche Weise von einer jungen Generation, die versucht, sich mit den neuen Möglichkeiten für kleine Selbständige vertraut zu machen und mit ihrer Idee, mit einer Pizzeria reich zu werden, jedoch gnadenlos baden gehen. Ihr erster langer Spielfilm kam beim Publikum in Havanna sehr gut an. Vor dem Kinostart ist in einer Preview „Últimos días en La Habana“ des international bekanntesten, kubanischen Filmemachers Fernando Pérez zu sehen. Der Film lebt von der Spannung zwischen den beiden Protagonisten – der eine siechend, aber innerlich voller Lebensfreude; der andere ist äußerlich fit, aber scheint innerlich nur noch von seinem Traum von der Auswanderung am Leben erhalten zu werden. Auch Pérez „La vida es silbar“, „Suite Habana“ und „Madrigal“ laufen auf dem Festival. „Stones pa' ti“ von Eduardo del Llano präsentiert das bereits jetzt legendäre Konzert der Rolling Stones in Havanna aus Liebhaberperspektive, ein besonderes Schmankerl. Cuba ist aus der Welt des Jazz nicht mehr wegzudenken.

Die hochkarätigen Musikfilme „Playing Lecuona“ von Pavel Giroud und Juanma Villar Betancourt über Ernesto Lecuona, dem Übervater der kubanischen Musik und seine Bedeutung für Ausnahmepianisten wie Chucho Valdés, Gonzalo Rubalcaba und Michel Camilo, sowie „Cubajazz“ von dem Brasilianer Max Alvim, sind beides Berlinpremieren und ein klares Muss für Musikliebhaber. Wim Wenders Klassiker „Buena Vista Social Club“ ergänzt die Musikdokumentarfilme" (aus Babylon)

Programm und weitere Texte