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»La noche de doce años« ein Film über die Geiselhaft von drei Tupamaros in Uruguay. Deutsche Fassung.

Auf Filmfestivals weltweit gewann der Film fast 50 Filmpreise und weitere 30 Nominierungen. Bei ARTE Mi.14.7. 22.25 und danach bis zum 12.8. in der Mediathek

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Kolleginnen und Kollegen,

endlich ist so weit: Bei arte gibt es heute (14.7.) um 22:25 Uhr (und anschließend bis zum 12.8. in der Mediathek) die deutsche Fassung des Film »La noche de doce años« von Alvaro Brechner über die Geiselhaft von drei Tupamaros in Uruguay, unter ihnen auch der spätere Präsident des Landes. Der Film basiert auf dem Buch »Memorias del Calabozo« (Kerkerjahre), das in einer Neuauflage bei uns in deutscher Übersetzung erschienen ist:

Mauricio Rosencof / Eleuterio Fernández Huidobro Kerkerjahre. Als Geiseln der uruguayischen Militärdiktatur Aus dem Spanischen von Lydia Hantke ISBN 978-3-86241-466-6, 384 Seiten, 19,80 € (auch als E-Book) https://www.assoziation-a.de/buch/Kerkerjahre

Und hier der Link zum Film von Alvaro Brechner (dt. Titel: Tage wie Nächte): https://www.arte.tv/de/videos/080066-000-A/tage-wie-naechte/

Unter der Militärdiktatur von 1973 bis 1985 in Uruguay werden Tausende Menschen verhaftet, in geheime Gefängnisse verschleppt, gefoltert oder ermordet. Der Machtergreifung durch das Militär sind wirtschaftliche Probleme vorausgegangen. Gegen die Missstände rebelliert die Guerilla-Bewegung Tupamaros, zu deren Gründern José Mujica zählt. Während der Militärdiktatur ist er über insgesamt rund zwölf Jahre unter menschenunwürdigen Bedingungen weggeschlossen, überwiegend in Einzelhaft. Dieses Schicksal teilt er mit dem Schriftsteller Mauricio Rosencof und Eleuterio Fernández Huidobro. Mit Erniedrigungen, Nahrungsentzug und ständigen Verlegungen versucht man, die drei Staatsgeiseln zu brechen. Doch die Gefangenen finden immer wieder Wege, nicht vollends zu verzweifeln. Es gelingt ihnen, über Klopfzeichen miteinander zu kommunizieren. Und dann bleibt ihnen immer auch ihre Fantasie zur geistigen Flucht, Erinnerungen und Träume. Der Glaube an ein besseres Uruguay kann sich nur erfüllen, wenn sie überleben und nicht verbittern. Und so, unglaublich, aber wahr, wird es kommen: In den Jahren 2010 bis 2015 ist José Mujica Präsident von Uruguay, weltweit geachtet für seine eigene Bescheidenheit und eine umsichtige, menschennahe Politik.

In seinem dritten Langspielfilm erzählt Alvaro Brechner couragiert von der Geschichte Uruguays, mit einem wirkungsvollen Bildkonzept, einer sorgfältigen Ausstattung und nicht zuletzt mit einer Besetzung aus Stars wie Antonio de la Torre, Chino Darín, Alfonso Tort und Soledad Villamil. Auf Filmfestivals weltweit gewann der Film fast 50 Filmpreise und weitere 30 Nominierungen. Unter anderem erhielt „Tage wie Nächte“ den seit 2011 etablierten ARTE International Prize, mit dem ARTE jährlich ein künstlerisch herausragendes Projekt aus der Gesamtauswahl des Berlinale Co-Production Market auszeichnet. (Text arte)

Mit herzlichen Grüßen Theo Bruns
Verlag Assoziation A