ila

Transformation von unten und Empowerment durch finanzielle Souveränität in Chile

Mapuche stellen ihre Genossenschaftsbank vor

Seit November 2015 gibt es in Temuco, im Süden Chiles, die erste Mapuche Bank. Die inzwischen über 500 Mitglieder sind Mapuche und nicht-Mapuche, vom Land und aus der Stadt. Es gibt auch in Argentinien, Ecuador, Schweiz, Frankreich und Deutschland Mitglieder.
Ziel ist die ökonomische Ermächtigung zu einer endogenen Entwicklung, einer Entwicklung, die auf der Ethik der Mapuche basiert. Reziprozität und der Zusammenhalt zwischen den Mitgliedern sind deshalb zentral. Eine genossenschaftliche Struktur erschien deshalb besonders sinnvoll, weil so alle BewohnerInnen Wallmapus einbezogen werden können (im Gegegensatz zu einer Organisationsform nur für Indigene).
In einer der ärmsten Regionen Chiles ist es für viele Mapuche schwierig, bis unmöglich, einen Kredit zu bekommen. Durch die Mapuche-Bank „Küme Mogen“ eröffnen sich neue Möglichkeiten.
Wie die Schaffung dieser Institution, die eine Non-Profit-Organisation ist gelang, und das ganz ohne staatliche Hilfe, wird der Referent berichten. Der Name „Gutes Leben“ ist nicht zufällig gewählt: das philosophische Konzept der Mapuche vom Guten Leben soll umgesetzt und wieder aufgenommen werden:
* In Harmonie mit der Natur leben
* Die Alten und Weisen respektieren
* Reziprozität, Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Gemeinschaftliches Arbeiten, Vertrauen…
* Die Kultur der Mapuche leben und ihre Werte verbreiten
Ende März ist Jorge Huichalaf, Vizepräsident dieser Bankgenossenschaft in Deutschland und kann über die Erfahrungen und das Funktionieren berichten.

Berichte über Kooperative: Mapuexpress: Primer Banco Mapuche: http://www.mapuexpress.org/?p=9956, Mapuexpress: La propuesta: http://www.mapuexpress.org/?p=14472

 

Montag, 27. März 2017 - 19:00
Allerweltshaus Köln, Körnerstr. 77-79, 50823 Köln
Foto(s):