Lateinamerika Presseschau 17.10.11 - 23.10.11

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nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick  (redblog, 21.10.)

Hatte Heyerdal doch recht?  (ND, 22.10.)

Schlagkräftige Alternative: Sektorgewerkschaft  (ND, 21.10.)  Einst waren die Bananengewerkschaften in Mittelamerika ausgesprochen einflussreich. Doch in den letzten Dekaden ist nicht nur der Organisationsgrad zurückgegangen, auch wurden Plantagen geschlossen.

Feuerwasser und Chardonnay  (FR, 20.10.)
Ein kanadischer Häuptling und sein Volk betreiben sehr erfolgreich das erste Indianer-Weingut Nordamerikas

Hunderte Tote durch Unwetter  (FR, 20.10.)
Die Lage in Zentralamerika wird immer dramatischer. Durch heftige Unwetter sind in Zentralamerika bis jetzt etwa hundert Menschen getötet worden. In zahlreichen Ländern herrscht Katastrophenalarm.

Obama-Regierung schiebt Hunderttausende Illegale ab   (SZ, 20.10.) Fast 400.000 Immigranten sind im vergangenen Jahr aus den USA abgeschoben worden - mehr als jemals zuvor. Die Regierung versucht zu beschwichtigen: mehr als die Hälfte von ihnen seien verurteilte Straftäter, ein Fünftel habe mehrmals gegen die Einwanderungsregeln verstoßen.

Rekord an Abschiebungen von Illegalen aus den USA  (NZZ, 19.10.)
Die Regierung von US-Präsident Barack Obama geht weiter hart gegen illegale Einwanderer vor. Mehr als 396'000 Menschen, so viele wie nie zuvor, sind in den letzten 12 Monaten aus den Vereinigten Staaten abgeschoben worden, 

Unwetter in Mittelamerika  (FR, 18.10.)
Mehr als 70 Menschen sind bei starken Regenfällen in Mittelamerika bislang ums Leben gekommen. Betroffen sind mehr als 150.000 Menschen von den Folgen des seit einer Woche anhaltenden Unwetters.

Argentinien
Alle Zeichen auf Sieg  (jW, 22.10.)
Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Argentinien. Umfragen sehen Amtsinhaberin vorn.

Cristina Kirchner vor Wiederwahl  (taz, 21.10.)
Die Präsidentin und Witwe ihres beliebten Vorgängers dürfte schon im ersten Wahlgang wiedergewählt werden. Alles andere wäre eine große Überraschung

Als nichts mehr ging, ging alles weiter  (taz, 20.10.)  Vor zehn Jahren brach Argentinien zusammen. Menschen verloren ihre Ersparnisse, in Buenos Aires wurde die Tauschwirtschaft eingeführt und vielerorts übernahmen Arbeiterinnen und Arbeiter in Eigenregie die Betriebe. Ein Blick zurück<

Mit Machtinstinkt, Charme und Subventionen  (Standard, 20.10.)  Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner kann am Sonntag fest mit ihrer Wiederwahl rechnen

Zwischen Bauruinen und Wolkenkratzern  (FAZ, 20.10.)  Am Sonntag stellt sich die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner den Wählern. Die Ermittlungen um das skandalumwitterte staatliche Programm zum Bau von Wohnungen in den Armenvierteln wurden mit Blick auf diesen Termin offenbar verzögert, und die Armen leiden weiter - auch unter der horrenden Inflation.

Bolivien
Kein Straßenbau durch Indigenen-Gebie  (Standard, 22.10.)  Präsident Morales stoppte Projekt im Amazonas-Gebiet

Morales verzichtet auf Schnellstrasse  (NZZ, 22.10.)  Boliviens Präsident Evo Morales gibt dem öffentlichen Druck nach und verabschiedet sich von einer geplanten Schnellstrasse durch den Urwald.

Triumphzug in La Paz  (taz, 21.10.)
Die Straßenbaugegner aus dem Tiefland erreichen die Hauptstadt. Druck auf Morales steigt

Protestmarsch der Ureinwohner trifft in La Paz ein  (NZZ, 20.10.)  Nach zwei Monaten Fussmarsch ist ein Protestzug bolivianischer Ureinwohner im Regierungssitz La Paz eingetroffen. Zehntausende empfingen in einem Vorort die rund 2000 Teilnehmer des Protestmarschs gegen den geplanten Bau einer Strasse durch ein Naturschutzgebiet mit Fahnen und Transparenten.

Königreich der Frösche  (FR, 20.10.)
Bolivien ist ein "echter Hotspot" für Frösche, zu dieser Einsicht kommen Forscher aus Frankfurt und Senckenberg. In dem Anden-Staat leben viel mehr der kleinen Hüpfer als bekannt - die Wissenschaftler entdeckten 33 unbekannte Arten

Morales-Rechner: Boliviens Staatschef grinst vom Lehrer-Laptop  (Spiegel, 19.10.)

Mehrheit stimmt bei Richterwahl ungültig  (taz, 18.10.)  Statt - wie von Präsident Morales erhofft - große Unterstützung für seine Regierung zu zeigen, signalisieren die Ergebnisse der neu eingeführten Justizwahl eine wachsende Unzufriedenheit

Ein Denkzettel für Morales  (taz, 18.10.)

Denkzettel für Evo Morales  (ND, 18.10.)
Richterwahl in Bolivien mit vielen Proteststimmen

Brasilien
Brasiliens ungewohnte Macht  (Zeit, 18.10.)
Brasiliens Wirtschaft wächst, auch in der politischen Diplomatie wird das Land neu wahrgenommen. Aber was fängt es mit seinem Einfluss an?

Chile
Regierung droht mit Pinochet-Methoden  (Standard, 22.10.)  Seit Mai gehen Studenten und Schüler auf die Straße, um gegen die Bildungspolitik zu demonstrieren

Hunderttausende bei Protest  (ND, 21.10.)
Kein Ende des Aufbegehrens für Bildung in Chile

Bildungsrauschen  (ND, 21.10.)
Am 15. Oktober 2011 demonstrierten in über 80 Ländern Hunderttausende gegen die Macht der Banken. In Chile stand die Demonstration im Zeichen der seit Juni 2011 anhaltenden Proteste für ein besseres und gerechteres Bildungssystem.

Der Aufbruch für Bildung  (Publik, 10/2010)
 Seit mehr als fünf Monaten gehen Chiles Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen, Lehrer und Studierende schon auf die Straße - für ein gutes und kostenloses Bildungswesen für alle und für die Überwindung des neoliberalen Systems im Land.

Präsident kriminalisiert Protest  (taz, 20.10.)
Keine Annäherung im chilenischen Bildungsstreit: Erneut protestieren Hunderttausende, die Regierung droht mit einem Gesetz aus der Pinochet-Diktatur.

Studenten stürmten Senatssitzung  (Standard, 21.10.)  Bildungsproteste dauern an

Chilenische Demonstranten stürmen Senatsgebäude  (NZZ, 21.10.)

Protestbewegung Chiles Bürger stellen sich auf Seite der Studenten  (Zeit, 21.10.)

Chile verlangt Auslieferung eines deutschen Arztes  (FR, 20.10.)  Hartmut Hopp war Vizechef der berüchtigten Colonia Dignidad, einer sektenartigen Organisation, die politische Gefangenen gefoltert haben soll. Dort hatten sich auch viele Alt-Nazis versteckt. Nun wird nach dem 67 Jahre alten Deutschen gefahndet.

Straßenschlachten in Santiago  (ND, 20.10.)
Studenten fordern gerechte Bildungschancen. Bei den Studentenprotesten in Chile hat es am Dienstag (Ortszeit) erneut Straßenschlachten zwischen Demonstranten und Polizisten gegeben.


Chile: Streikbeginn mit Barrikaden  (jW, 19.10.)

Auslieferung von deutschem Sektenarzt Hopp beantragt  (Standard, 19.10.)  Wegen Menschenrechtsverletzungen in der berüchtigten Siedlung "Colonia Dignidad"

Colonia Dignidad: Chile verlangt Auslieferung von deutschem Sektenarzt  (Spiegel, 19.10.)

Gigantismus in Chile  (FR, 18.10.)
Die Europäische Südsternwarte (ESO) will in Chile das größte optische Teleskop der Welt errichten

Ecuador
Union wagt die Regenwald-Revolte  (taz, 19.10.)  ENTWICKLUNG Es wird eng für Entwicklungsminister Dirk Niebel: Wegen dessen Weigerung, in den Yasuni-Regenwald-Fonds in Ecuador einzuzahlen, stellen sich nun auch die Fachpolitiker der Union gegen ihn. Der Konflikt in der Koalition geht über das Projekt hinaus

Symbol für die Sackgasse  (taz, 19.10.)
ÜBER DIE KRITIK DER UNION AN NIEBELS NEIN ZU YASUNI

Neue Yasuní-Website im Netz  (Latinorama, 19.10.)  Gute Nachricht für Regenwaldfans: Seit gestern ist mit www.saveyasuni.eudie bislang umfangreichste deutschsprachige Website zu Ecuadors Yasuní-ITT-Initiative freigeschaltet.

El Salvador
El Salvador geht unter  (taz, 19.10.)
KLIMAWANDEL Seit Tagen regnet sich ein Tief über Zentralamerika aus. Die Folge: Fluten, Erdrutsche und an die hundert Tote. In Zukunft wird das häufiger geschehen

Haiti
Freiheit oder Tod  (jW, 21.10.)
Die Fotografin Leah Gordon entdeckt im Karneval von Haiti Voodoo, Politik und Revolution.

Weltweit schlimmste Cholera-Epidemie fordert Tausende Opfer  (Spiegel, 19.10.)

Planlose Helfer, umstrittene Besatzer   (SZ, 17.10.)  Noch immer liegt Haitis Hauptstadt Port-au-Prince in Trümmern, Konzepte für den Wiederaufbau fehlen. Die UN hat das Mandat ihrer Blauhelme eben verlängert, doch die Helfer wirken selbst hilf- und planlos.

Kolumbien
Einigung im Abfallstreit  (NZZ, 22.10.)
Der Export von gefährlichen Abfällen aus OECD-Staaten in andere Länder wird verboten. Zum Abschluss einer Konferenz der Mitgliedstaaten der Basler Konvention in Kolumbien wurde ein entsprechender Vorschlag der Schweiz und Indonesien angenommen.

Kein zweiter Golf von Mexiko  (ND, 17.10.)
ND: Ist Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos jetzt ein Umweltaktivist?J.M. Mow: Angeblich immer schon, sagt er. Na ja. Warum hat er denn jetzt die Öl- und Erdgasförderung um die Inseln San Andrés und Providencia herum verboten?

Kuba
Eine Lehrerin als Staatsfeind  (taz, 22.10.)
Laura Pollán war jahrelang die Wortführerin der kubanischen "Damas de Blanco". Jetzt ist sie gestorben

»Die Regierung steht unter Zeitdruck«  (ND, 21.10.)  Omar Everleny Pérez über die Zukunft von Kubas Wirtschaft

Ochsen brauchen keinen Diesel  (FR, 20.10.)
Synthetischer Dünger ist auf der Karibikinsel schwer zu beschaffen. Was tut man? Kurzerhand wird darauf verzichtet. Ein Beispiel, wie nach und nach eine Öko-Landwirtschaft entsteht - aus der Not

Kubas hohe menschliche Entwicklung  (ND, 18.10.)  Nachdem Kuba nicht in den Index für menschliche Entwicklung (HDI) des UN-Entwicklungsprogramms für 2010 aufgenommen wurde, will der Karibikstaat einen eigenen Bericht über die Verteilung des Wohlstands innerhalb seiner Grenzen erstellen.

Kubas Protestsymbol ist tot  (SZ, 17.10.)
MENSCHENRECHTE Laura Pollán, Gründerin der einflussreichen Frauenorganisation "Frauen in Weiß", ist am Freitag in Havanna im Alter von 63 Jahren einem Herzstillstand erlegen

Mexico
Umweltschutz kann man nicht essen  (JW, 42/11)  Das schwierige Leben im mexikanischen Naturparadies »Lagunen von Chacahua«

Waffen für den »Drogenkrieg«  (jW, 20.10.)
Bundesregierung verstößt mit Rüstungsexporten nach Mexiko gegen eigene Richtlinien.

Mexiko-City: Stadt der Angst  (ND, 19.10.)

Peru
Feuerwerkskörper in Peru explodiert  (jW, 22.10.)

Bauern legen Goldmine lahm  (jW, 20.10.)

Demonstranten legen Goldmine lahm  (taz, 20.10.)

Begehrter Vogelkot aus Peru  (Zeit, 17.10.)
Guano, der Kot von fischfressenden Vögeln, gilt als der beste natürliche Dünger der Welt. Bilder von der Düngergewinnung in Peru 

Uruguay
Authentisch  (ND, 19.10.)
José Mujica / Der ehemalige Guerillero ist als Staatspräsident Uruguays gerade auf Deutschland-Besuch

Venezuela
»Ghaddafi wurde ermordet«  (jW, 22.10.)
Ermittlungen über Umstände des Todes von Libyens gestürztem Staatschef gefordert. Chávez nennt ihn Märtyrer.

Chávez: Behandlung erfolgreich  (jW, 22.10.)

Arzt floh nach Äußerung über Chávez' Lebenserwartung  (Standard, 22.10.)  Venezolanischer Präsident hat angeblich nur noch zwei Jahre zu leben

Arzt von Chávez' Familie flieht ins Ausland  (Spiegel, 22.10.)
Todkrank oder geheilt? Ein ehemaliger Arzt von Hugo Chávez vermutet, dass der venezolanische Präsident innerhalb von zwei Jahren sterben wird - und hat das laut gesagt. Weil daraufhin die Polizei seine Praxis durchsucht hat, fürchtet der Mediziner jetzt um sein Leben und ist außer Landes geflohen.

Arzt muss nach Todesprognose fliehen  (Stern, 22.10.)

Kollektive Führung der Revolution  (jW, 21.10.)
Venezuela: Sorge um Gesundheit von Präsident Chávez.

Chávez erklärt den Krebs für besieg  (Redglobe, 21.10.)

Millionenstrafe für regierungskritischen Sender  (Standard, 20.10.)  Globovision für Berichterstattung über Gefängnisunruhen zur Rechenschaft gezogen - "Das ist unbezahlbar"

Venezuela: López darf nicht ran  (jW, 19.10.)

Chávez-Herausforderer bleibt abgeschaltet  (FR, 18.10.)  Ein Konkurrent von Hugo Chávez darf kein Amt ausüben, obwohl er nie rechtskräftig verurteilt wurde. Dass der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte das Berufsverbot verurteilt, stört Venezuelas oberste Richter nicht weiter.

Chávez lässt sich wieder in Kuba behandeln  (NZZ, 17.10.)  Der venezolanische Präsident Hugo Chávez ist am Sonntag nach Kuba ...

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