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G8-Gipfel in Genua
19. - 22. Juli 2001

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Weitere Infos : 
 
www.attac-netzwerk.de/genua 
www.genoa-g8.org
www.gang-nach-genua.de


Aufruf
Auf nach Genua!
Eine andere Welt ist möglich

Vom 20. bis 22. Juli treffen sich Vertreter der mächtigsten Industriestaaten in Genua zum ersten "Weltwirtschaftsgipfel" (Treffen der G7/G8) des 21. Jahrhunderts.

Der Gipfel ist Symbol des neoliberalen Wirtschaftssystem, das bei immer mehr Menschen in der ganzen Welt auf Kritik, Ablehnung und Widerstand stößt. 20% der Weltbevölkerung – nämlich die Menschen in den Industrieländern – verschwenden 83% der Ressourcen unseres Planeten, 11 Millionen Kinder sterben jedes Jahr an Mangelernährung und 1,3 Milliarden Menschen müssen von weniger als einem Dollar pro Tag leben. Auch in Deutschland vergrößert sich die Schere zwischen Arm und Reich, wie erst vor kurzem der Armutsbericht der Bundesregierung festgestellt hat.

Die Gipfel werden daher seit geraumer Zeit von starken Protesten begleitet. Beim Gipfel in Birmingham 1998 fand z.B. eine Demonstration mit 60.000 Teilnehmern und Teilnehmerinnen statt, 1999 in Köln waren 40.000 Menschen auf den Beinen. Die Mobilisierung nach Genua reiht sich ein in die Serie internationaler Protestaktionen gegen die herrschenden Verhältnisse, wie sie in Seattle 1999 und 2000 in Prag stattfanden.

Der große Erfolg dieser Proteste wurde möglich, weil ein breites Spektrum unterschiedlicher Gruppen mit einer großen Vielfalt an Aktionsformen das gemeinsame Ziel verfolgt, Protest gegen die bestehende Politik zu artikulieren und Alternativen zu Herrschaftsverhältnissen aufzuzeigen. Bereits vom 14.-16. Juni wird es z.B. in Göteborg anlässlich des EU Gipfels (15./16.06.) zu internationalen Protestaktionen kommen, außerdem werden Proteste in Barcelona (Weltbanktagung) und Salzburg (World Economic Forum) vorbereitet. Vom 16. bis zum 27. Juli werden anläßlich der Weltklimakonferenz auch in Bonn Aktionen durchgeführt.

In Italien hat sich ein breites Aktionsbündnis gebildet, das unter anderem eine internationale Großdemonstration am 21. Juli vorbereitet, zu der über 100.000 Menschen erwartet werden.

Auch in Deutschland mobilisieren Gruppen, Organisationen und Netzwerke zu den Aktionen in Genua. Sie stehen für unterschiedliche thematische und politische Ansätze und Grundüberzeugungen. Einige stellen sich gegen die Politik der G7/G8, weil sie konkrete Einzelaspekte kritisieren, wie z.B. die Verschuldung der Entwicklungsländer, die Struktur des internationalen Finanzsystems, die Praxis bei den Exportbürgschaften (Hermeskredite) oder die neue Verhandlungsrunde der Welthandelsorganisation (WTO). Anderen geht es um die Kritik an der neoliberalen Globalisierung insgesamt. Und wieder anderesehen das Handeln der G7/G8 vor allem in den kapitalistischen Prinzipien von Gewinnmaximierung und totaler Verwertbarkeit begründet – deshalb nehmen sie Genua zum Anlass, eine globale herrschaftskritische Bewegung zu stärken.

Wir alle wollen, dass möglichst viele Menschen nach Genua fahren und dazu beitragen, dass die Aktionen dort zu einem Erfolg werden.

Auf nach Genua! – Eine andere Welt ist möglich.

UnterstützerInnen (Stand 13.6.01):

Gruppen und Verbände:
 AG Eine andere Welt ist möglich! (Chemnitz), AMOS-Kritische Blätter aus dem Ruhrgebiet, Attac, Berliner Bündnis gegen den G7/8-Gipfel in Genua, Bundesarbeitsgemeinschaft Internationalismus (BAGI) in und bei der PDS, BLUE21, erlassjahr.de - Entwicklung braucht
Entschuldung, Euromärsche Bundeskoordination, GIS, Linksruck, RSB, SAV, Schöner Leben Göttingen, WEED

Einzelpersonen:
 G. Jankowiak, Manfred Lorentschat; Betriebsratsmitglied; Oberhausen, Markus Sippl, München

Weitere UnterstützerInnen bitte an
 Attac, Artilleriestr. 6, 27283 Verden,
genua@attac-netzwerk.de, 04231/957-591(tel), -594(fx)