aus Universitäten / ila 349
Zwischen Autonomie
und Kommerzialisierung
Die lateinamerikanische Universitätslandschaft
von Andreas Hetzer Die Dynamik des
Universitätssystems in Lateinamerika lässt sich nicht ohne den historischen
Kontext des Verhältnisses zwischen Wissenschaft und Staat verstehen.
Verschiedene politische Konjunkturen bestimmten wesentlich, inwieweit die
Freiheit der Lehre und Forschung von staatlichen bzw. wirtschaftlichen
Eingriffen gewährleistet werden konnte. Politische Leitbilder sowie
gesellschaftliche Kämpfe um die Unabhängigkeit der Hochschulen beeinflussen
das System der höheren Bildung. Als gesellschaftliche Bildungsinstitutionen
müssen sich Hochschulen aber insofern legitimieren, als sie adäquate
Fachkräfte zur Befriedigung der wirtschaftlichen Nachfrage eines Landes
ausbilden müssen. Die verschiedenen gesellschaftlichen Ansprüche haben
schließlich eine Ausdifferenzierung des Hochschulsystems zur Folge, die in
Lateinamerika besonders durch die Koexistenz öffentlicher und privater
Universitäten gekennzeichnet ist. Mit der
Unabhängigkeit und der Gründung der Nationalstaaten bildete sich zum ersten
Mal so etwas wie eine nationale Bildungspolitik heraus, die die Gründung von
republikanischen Universitäten förderte. Im 20. Jahrhundert wurde dann mit
den Kämpfen um Autonomie und um ein neues Entwicklungsmodell im Rahmen des
modernen Staates der Grundstein für die lateinamerikanische
Universitätslandschaft gelegt. Die regionale Hochschulpolitik wurde
wesentlich von der reformistischen Bewegung von Córdoba 1918 beeinflusst,
unter deren Flagge der Kampf um die universitäre Unabhängigkeit in
Argentinien die folgenden Jahrzehnte geführt wurde. Die Spannungen zwischen
Regierung und Wissenschaft bezüglich der Definition der Bildungspolitik der
Länder führten im Laufe der Zeit zur Herausbildung einer gewissen
Verwaltungsautonomie der Universitäten, die sich fortan als öffentlich und
kostenlos sowie weltlich und berufsorientiert verstanden. Unter Mithilfe
studentischer Bewegungen und durch Zweckbündnisse mit politischen Parteien
erkämpften die Universitäten ihre akademische Freiheit gegenüber einem
zentralistisch ausgerichteten Staat. In fast allen Ländern fand die
Autonomie in Form von Gesetzen oder Verfassungen breite politische
Anerkennung und wurde zum festen Bestandteil einer sich entwickelnden
urbanen Kultur. Die Verankerung dieser Autonomie im Verfassungstext von
Venezuela 1999 im Kapitel der Menschenrechte ist ein Verweis auf die lange
historische Entwicklungslinie, die das akademische Selbstverständnis im 20.
Jahrhundert begleitete.
Einhergehend mit diesen Errungenschaften steuerten die Universitäten selbst
einen Großteil der Hochschulpolitik, indem in akademischen Räten und anderen
Institutionen über das Fächerspektrum, die finanziellen Ressourcen, die
akademischen Qualitätsstandards oder die Leistungsanforderungen für den
Universitätszugang und den Abschluss bestimmt wurde. In vielen Fällen,
insbesondere Ende der 60er Jahre, kristallisierten sich an den Universitäten
alternative Machtstrukturen heraus, die zum Kern kritischer bis hin zu
revolutionären Bewegungen gehörten.
In den 70ern wurde den öffentlichen Universitäten mit der Gründung neuer
Bildungsinstitutionen ihr Monopol zunehmend von den Regierungen streitig
gemacht. Damit setzte ein Staatsinterventionismus im Bildungsbereich ein,
der wesentlich für die Diversifizierung des öffentlichen Bildungssektors
verantwortlich war und als zweite große Entwicklungswelle in Lateinamerika
bezeichnet werden kann. Die Regierungen experimentierten mit verschiedenen
Ansätzen. Zu nennen sind beispielsweise die sogenannten experimentellen
Universitäten in Venezuela, die Abspaltung regionaler Vertretungen der
Zentraluniversitäten in Chile, die später einen eigenen universitären Status
erlangten, die Gründung neuer öffentlicher Universitäten im Großraum von
Buenos Aires oder die Gründung der Technologischen Universität durch die
Abspaltung der Ingenieurswissenschaften in Panamá. Gemeinsam war all diesen
Abspaltungen oder Neugründungen, dass sie wesentlich stärker staatlich
kontrolliert und als Konkurrenz zu den öffentlichen Bildungseinrichtungen
ins Leben gerufen wurden. Die Politik der Ausweitung des Bildungssektors
vollzog sich unabhängig von der Couleur der politischen Regimes in den
einzelnen Ländern. Der Trend setzte gleichermaßen unter den Sandinisten in
Nicaragua wie unter Pinochet in Chile oder einer demokratischen Regierung in
Venezuela ein.
Mit dem demokratischen Übergang der meisten Länder in den 80ern und 90ern
leiteten verschiedene Interessengruppen einen Prozess der Regionalisierung
und Deregulierung der höheren Bildung ein, der der regionalen Nachfrage
besser genügen sollte. Neben dem öffentlichen Bildungssystem entstanden
zahlreiche private Universitäten, die ihre Ableger von den urbanen Zentren
in die regionale Peripherie verlegten. Mit dieser Dezentralisierung
verminderten sich zugleich die studentischen Migrationsströme in die
Hauptstädte, die ein markantes Merkmal der vorherigen akademischen
Landschaft waren.
Die Privatisierungspolitik wurde in Chile, El Salvador, Uruguay und Peru
noch unter der Diktatur eingeleitet, jedoch später nach der Demokratisierung
nicht mehr zurückgenommen. Problematisch war, dass diese weitere
Reformierung des Hochschulsystems häufig die Gründung von Privatunis
beförderte, die weder über die administrative noch akademische Infrastruktur
im Vergleich zu den öffentlichen Unis verfügten. In Ländern wie Peru,
Venezuela oder Brasilien führte dies dazu, dass sich öffentliche
Universitäten als Elitehochschulen im Wettbewerb positionierten und strenge
Zulassungsbeschränkungen einführten, um die besten Studierenden des Landes
anzuwerben. In den 90er Jahren verfestigte sich die binäre Spaltung des
Hochschulsystems in öffentliche und private sowie qualitativ hoch- und
minderwertige Universitäten. Damit vollzog sich nach den
Autonomiebestrebungen eine weitere Stärkung der Gesellschaft gegenüber
staatlichen Einflüssen, dieses Mal allerdings unter dem Vorzeichen
ökonomischer und regionaler Interessen. Die Autonomie gegenüber dem Staat
wurde nun mit der Intervention des wirtschaftlichen Sektors erkauft.
Diese Entwicklungen sind jedoch nicht nur auf eine Anpassung der
Bildungspolitik an die neoliberale Wirtschaftsdoktrin zurückzuführen,
sondern auch auf eine Bildungsexpansion in den Regionen fernab der
Hauptstädte. In Peru, Argentinien, Bolivien, Venezuela und Brasilien führte
der massenhafte Anstieg von Personen mit höheren Schulabschlüssen zu einer
Neugründung öffentlicher Universitäten, wohingegen in Mexiko und einigen
zentralamerikanischen Ländern die öffentlichen Unis lediglich regionale
Außenstellen errichteten. In der Universidad Nacional Autónoma de México
sind heutzutage ca. ein Drittel aller Studierenden in den universitären
Einheiten außerhalb der Hauptstadt eingeschrieben, ähnlich wie bei der
Universidad Autónoma de Santo Domingo. Die öffentlichen Universitäten allein
waren allerdings nicht imstande, den Zustrom an neuen Studieninteressierten
aufzufangen. Dies hing vor allem damit zusammen, dass die Regierungen die
Bildungsetats nicht entsprechend der Nachfrage erhöhten und häufig sogar
zusammenstrichen, sodass dem Wachstum des öffentlichen Sektors Grenzen
gesetzt waren.
Diese begrenzten Kapazitäten machten die private Hochschulausbildung in
Lateinamerika zu einem florieren Geschäftszweig, mit dem sich bisweilen viel
Geld verdienen ließ. Waren 1960 lediglich 16 Prozent aller Studierenden an
einer privaten Universität eingeschrieben, so erhöhte sich die Zahl 1985
bereits auf 32 Prozent und erreichte 2003 52 Prozent. 2006 studierte in
Brasilien und Chile nur noch jeder vierte an einer öffentlichen Universität
– Tendenz fallend. Ein überwiegend öffentliches Universitätssystem mit einer
Mehrzahl von Studierenden an öffentlichen Unis ist noch in den Ländern
Bolivien, Argentinien und Mexiko zu finden.
Legitimiert wurde die neue politische Ausrichtung des Bildungssystems durch
die Doktrin der „Freiheit der Lehre“, die sich in zahlreichen
postdiktatorischen Verfassungen wiederfand. Im Klartext bedeutete dies eine
Rücknahme jeglicher akademischer Auflagen, die vorher von den öffentlichen
Universitäten in Eigenregie bestimmt wurden. In der Folge kam es zu einem
Wildwuchs an privaten Bildungsinstitutionen und -abschlüssen, weil die
Anforderungen an die Eröffnung neuer Unis heruntergeschraubt wurden, obwohl
in fast allen Ländern gesetzliche Vorschriften existieren, die die
Rahmenbedingungen vorschreiben. Nicht selten hing die Eröffnung neuer
Studiengänge oder Universitäten von guten Verbindungen zu Regierungskreisen
ab. Mit der „Freiheit der Lehre“ wurde eine Entwicklung in Gang gesetzt, die
mit der absoluten Freiheit der Eröffnung/Schließung von Fächern und der
Zulassung von minderqualifiziertem Personal einherging. Ebenso konnten
Immatrikulationsgebühren beliebig festgelegt werden, obwohl die minimalen
Anforderungen an eine adäquate Infrastruktur nicht vorhanden waren.
Die Merkantilisierung der Bildung drückte sich also u.a. in der Spannbreite
der Studiengebühren und der Qualität der Studiengänge aus, sodass
Ungleichheiten in der Bildung weiter verstärkt wurden. Die Zugangstests und
die Einschreibegebühren benachteiligen besonders Kinder aus ärmeren
Haushalten, wobei dies kein ausschließlich lateinamerikanisches Phänomen
ist. Die Zahlen in fast allen Ländern belegen deutlich, dass die
Bildungslücke zwischen dem oberen Fünftel der Bevölkerung mit dem höchsten
Einkommen und dem unteren Fünftel enorm auseinanderklafft. Die Existenz
öffentlicher Universitäten ändert daran wenig. In Argentinien, Brasilien
oder Peru lässt sich zeigen, dass besonders die reicheren und besser
gebildeten Schichten überproportional von den kostenlosen Bildungsangeboten
profitieren, weil sie bessere Voraussetzungen für das Bestehen der
anspruchsvollen Zulassungstests mitbringen. Die Folge ist ein
redistributiver Effekt öffentlicher Ressourcen zugunsten der höheren
sozialen Schichten.
Die sozio-ökonomische Marginalisierung der Subalternen in Lateinamerika
spiegelt sich somit in der Bildung wider, mit negativen Folgen für die
soziale Mobilität. Besonders betroffen sind AfrolateinamerikanerInnen und
Indigene, so dass sich soziale Ungleichheiten entlang ethnischer Spaltungen
reproduzieren. Leider zeigen sich nur wenige Regierungen sensibel gegenüber
diesen nicht sonderlich neuen Tatsachen. In Uruguay gibt es zumindest einen
Solidaritätsfonds für sozial benachteiligte SchülerInnen mit guten
akademischen Leistungen. Andere Möglichkeiten, wie spezielle Stipendien und
Quoten für diese Gruppen, spezielle Zugangsregelungen oder
Vorbereitungskurse für die Zugangsprüfungen sind eher eine Seltenheit. In
Bolivien und Ecuador haben die Regierungen begonnen, indigene Universitäten
aufzubauen, um in multilingualen Studiengängen traditionelle Wissensbestände
zu reaktivieren (siehe Artikel von Daniel Mato auf S. 36).
Nach der Periode der Deregulierung und Privatisierung der Bildung setzt in
den letzten Jahren wieder ein stärkeres Engagement vieler Regierungen in der
Bildungspolitik ein. Die Ausbildung von Fachkräften und die Humanressourcen
werden nun als Standortfaktor für die aufkommenden Wissensgesellschaften
erkannt. Um qualitativ hochwertige Bildungsstandards zu garantieren, haben
eigentlich alle Länder Bildungsgesetze erlassen, die die Hochschulbildung
regulieren sollen. Plötzlich ist das Leitbild „Bildung als öffentliches Gut“
in aller Munde, das sich zwischen der vorher propagierten politischen Praxis
universitärer Autonomie und privatisierter Bildung bewegt. Dem Staat kommt
als Regulierungsinstanz die Aufgabe zu, die Hochschulbildung zu
kontrollieren, Rahmenbedingungen zu verbessern und Investitionen in
zukunftsträchtigen Forschungsbereichen zu tätigen. Grundlegende Standards in
Lehre und Verwaltung der Hochschulen sollen eingehalten werden, um die
qualitative Spannweite zu verringern. Der Anteil der staatlichen
Investitionen am BIP für die Hochschulbildung ist in der Summe aller
lateinamerikanischen Länder in den letzten Jahren stetig gestiegen, mit
Venezuela mit Abstand an der Spitze. Seit Beginn der 90er Jahre haben fast
alle Länder sogenannte Akkreditierungsverfahren zur Qualitätsprüfung
eingeführt, die nach festgelegten Kriterien die Zulassung und Prüfung von
Hochschulen kontrollieren sollen. Damit betreten neue Akteure in der
Hochschullandschaft die politische Bühne. Über Evaluierungsagenturen oder
Regierungsinstitutionen sollen an den Universitäten Prozesse der Fremd- und
Selbstevaluation in Gang gesetzt werden. Damit werden z.T. Formen indirekter
Steuerung etabliert, die die Fremdbestimmung von vormals autonomen
Universitäten verstärken. Die Quantifizierung von Indikatoren zur
Qualitätsmessung von Lehre und Forschung ist nicht nur in Lateinamerika
umstritten. In der Konsequenz verschiebt sich das Kräfteverhältnis zwischen
autonomen Universitäten und Staat sowie zwischen Wettbewerb und
Komplementarität innerhalb der Universitätslandschaft erneut, sodass wir uns
inmitten der dritten großen Entwicklungsphase des lateinamerikanischen
Universitätssystems befinden.
Der Druck auf die nationale Bildungspolitik wird zusätzlich durch den
Eintritt internationaler Bildungsanbieter verstärkt, die zu einer weiteren
Diversifizierung beitragen und lokal ansässigen Universitäten Konkurrenz
machen. In den letzten Jahren kann Lateinamerika einen rapiden Anstieg
ausländischer Institutionen aus den USA und Europa verzeichnen, die
Außenposten ihrer Heimatuniversitäten aufbauen, Fernstudien anbieten oder
Allianzen eingehen bzw. Abkommen zur Kooperation mit Partnern vor Ort
unterzeichnen.
Bei internationalen Studierenden scheint Lateinamerika nicht sonderlich
attraktiv zu sein, da in den meisten Ländern nicht einmal zwei Prozent aller
Studierenden aus dem Ausland kommen, die zudem noch größtenteils aus den
Nachbarländern stammen. Die Zahl derjenigen lateinamerikanischen
Studierenden, die ein Studium im Ausland absolvieren, liegt geringfügig
darüber, wobei Europa und die USA die primären Ziele sind. Mit Ausnahme
einiger karibischer Inseln gehen jedoch laut Zahlen der UNESCO von 2007 kaum
mehr als ein Prozent aller Studierenden ins Ausland.
Ähnlich der Vielzahl an Universitäten gibt es auch eine kaum zu
überschauende Menge an unterschiedlichen Abschlüssen. War das ursprüngliche
Modell des Studiums noch stark an europäische Universitäten angelehnt, bei
dem man erst nach fünf bis sechs Jahren einen ordentlichen Abschluss
erlangte, so hielt ab den 80ern das konsekutive Modell der USA nach und nach
Einzug und sorgte für eine Unmenge verschiedener akademischer Grade. Zuerst
absolviert man heutzutage einen allgemeinbildenden Bachelor, der in seiner
Laufzeit ungefähr dem früheren deutschen Diplom entspricht, wobei es in
manchen Ländern auch den Titel des Diploms (Licenciatura) gibt. Darauf
aufbauend kann man seinen zwei- bis dreijährigen Master (Maestría) oder auch
Magister machen. Wer diese längere Laufzeit nicht in Kauf nehmen möchte,
kann auch eine sogenannte Spezialisierung an den Bachelor hängen, die
ungefähr halb so lange dauert wie der Master. Nach alldem gibt es
schließlich die Möglichkeit, einen Doktortitel zu erwerben.
Die Bestrebungen regionaler Kooperationen wie dem MERCOSUR zur
Vereinheitlichung der universitären Laufbahn stehen erst am Anfang, auch
wenn Übereinkünfte bei den Akkreditierungsverfahren erzielt wurden. Zu
dieser Komplexität kommen noch die nicht-universitären Institute und
Fachschulen hinzu, die überwiegend privat sind und geringere
Zulassungsbeschränkungen aufweisen. Sie bilden überwiegend in technischen
Berufen aus und ihr Abschluss liegt unter dem Niveau der Universitäten. Sie
befinden sich im Verhältnis zu den Universitäten in der Mehrzahl, jedoch
sind es meist kleine Institutionen, sodass sie prozentual in allen Ländern
weniger Studierenden zum Abschluss verhelfen. In allen Ländern dominiert
also der universitäre Abschluss, wobei besonders Mexiko, Chile, Bolivien und
Kolumbien hervorzuheben sind, wo mindestens vier von fünf Abschlüssen an
einer Universität gemacht werden. Dieses Verhältnis hat einige Autoren dazu
veranlasst, von einer „Überakademisierung“ der lateinamerikanischen
Bildungslandschaft zu sprechen, weil die technische Berufsausbildung besser
an die konkreten Probleme der Regionen und Provinzen der Länder angepasst
sei, wohingegen die universitären Abschlüsse für AkademikerInnen in
Dienstleistungsberufen dem tatsächlichen Strukturwandel der Wirtschaft
vorauseilen. Das Bildungssystem produziere demzufolge eine Diskrepanz
zwischen Ausbildungsberufen und tatsächlicher Nachfrage am Arbeitsmarkt.
Dennoch verzeichnet Lateinamerika eine steigende Nachfrage nach
Universitätsstudiengängen von Seiten der SchulabgängerInnen, und dies
zusätzlich zum natürlichen Bevölkerungswachstum.
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