Nicaragua-Soli
... ila/278
¡Adelante, marchemos compañeros!
Wie ich mich am gerechten Krieg beteiligte
von H. G. Aldenhoven
Die taz hatte gerade ein Mittelamerika-Journal herausgebracht, auf dessen Einband eine Guerillera zu sehen war, die im Bad vor dem Spiegel steht und sich ihr schönes schwarzes Haar kämmt, während ihre Knarre auf dem Waschtisch liegt. Kein Mann, dem da nicht warm ums Herz wurde! Ein heutiger ila-Redakteur war 1984 Mitglied der westdeutschen Solidaritätsbrigade „Todos Juntos Venceremos“.
Ja hatte ich gesagt und den Hörer aufgelegt. Noch eine Woche! Dann würde ich ins gelobte Land fliegen, obwohl ich gar nicht auf der Teilnehmerliste stand. Die war schließlich auf zahlreichen Vorbereitungstreffen in verschiedenen alternativen Tagungshäusern superbasisdemokratisch festgelegt worden. Irgendwer hatte aber abgesagt, und im Flugzeug war plötzlich ein Platz frei. Barbara vom Info-Büro brauchte keine halbe Stunde, um mich zu überzeugen. Ich würde mich in den Dienst der Revolution stellen! Ich war 23 Jahre alt, Student, trug langes Haar und hatte inzwischen meinen Platz in der örtlichen linksradikalen Szene gefunden. Jetzt hatte ich genau eine Woche Zeit, meinen Nicaragua-Brigadisteneinsatz vorzubereiten: Impfungen, Visum, Diskussionen. Das Sparbuch, das meine Eltern bei meiner Geburt eingerichtet hatten, ging drauf für Flugticket, stabile Schuhe, Taschenmesser und andere Dinge, die ich für tropentauglich hielt.Rumbetteln bei früheren Lieblingslehrern, Verwandten etc. war in der Kürze der Zeit nicht möglich, was wirklich schade war, weil es nämlich u. a. zum Nica-Brigadenkonzept gehörte, durch solche materiell inspirierten Verbindungen unsere politischen Botschaften auch in solche gesellschaftlichen Bereiche zu tragen, die sonst nie von Nicaragua und erst recht nicht auf 23-jährige Studenten mit langen Haaren gehört hätten.
Meine Eltern akzeptierten meinen Entschluss tapfer. Die Uni war mir egal. Schon seit drei oder vier Wochen war ich praktisch rund um die Uhr in die Organisation der zweiten bundesdeutschen Nicaragua-Solidaritätsbrigade verwickelt. Auf einmal saß ich selbst im Flugzeug. Ein Flug wie ein Schulausflug: Saufen, Kiffen, revolutionäre Lieder, Schlafen auf dem Gang – sehr zum Erstaunen der grob geschminkten sowjetischen Stewardessen an Bord der Aeroflot-Maschine, die uns via Irland und Havanna von Luxemburg nach Managua brachte.
Meine Freundin war schon seit zwei Monaten „drüben“, als Ärztin der ersten bundesdeutschen Soli-Brigade zum Kaffeepflücken. Inzwischen hatte sie sich entschlossen, im Land zu bleiben. Ich traf sie bei meiner Ankunft am Flughafen und war erstaunt über das kupferne Gewehrprojektil, das sie als Schmuck am Lederband um den Hals trug. Ein Soldat hatte es ihr geschenkt. „Hier ist das mit Männern und Frauen ein bisschen anders“, erklärte sie mir. Sie hatte eine Aufgabe für sich im kriegerischen Norden des Landes gefunden und war auf dem Weg dorthin.
Ich hingegen gehörte zu einer Gruppe, die in einem Vorort der Hauptstadt Managua einen verlassenen Luxus-Bungalow in ein Jugendzentrum umbauen sollte. Hier gab es keine schießenden Contras und zu essen gab es nicht nur Bohnen und Reis. Auch waren hier bei weitem nicht alle Nicas begeisterte Revolutionäre. Irgendwie war ich enttäuscht.
Damals waren Informationen aus Nicaragua gar nicht so leicht zu bekommen. Die großen Zeitungen und das Fernsehen in Deutschland brachten praktisch gar nichts. Es gab jedoch die linken Tageszeitungen „Die Neue“, die „taz“ und die „uz“. Und es gab das Informationsbüro Nicaragua in Wuppertal. Die ersten Farbbilder waren in der damals noch in weiten Teilen der Linken akzeptierten Monatszeitschrift „Konkret“ zu sehen. Sie waren sonderbar blass, farbverfälscht und schon deswegen ziemlich exotisch. Sie zeigten aber recht gut, dass das BrigadistInnenleben aufregend sein würde.
Telefonverbindungen mit Nicaragua waren kaum herzustellen und wenn es gelang, waren sie überaus teuer und brachen oft schnell zusammen. Faxgeräte gab es nirgends, PCs auch nicht, e-mail und Internet waren noch nicht erfunden. Das Authentischste, was wir hatten, waren die Briefe, die uns die Kaffeepflücker-BrigadistInnen in den vergangenen zwei Monaten geschickt hatten – allesamt handgeschrieben auf dünnem Papier in rot-blau-geränderten Luftpostbriefumschlägen.
Wörtlich gaben wir seitenlange Passagen aus diesen Briefen wieder – auf Flugblättern, in den alternativen Stadtzeitungen, die es damals in vielen Städten Westdeutschlands gab, und auf Wandzeitungen, die wir in „unseren“ Kneipen und andernorts aufgehängt hatten und regelmäßig aktualisierten.
Unser Mann und unsere Frau vor Ort berichteten, dass Kaffee-Kirschen nicht abgerissen, sondern vorsichtig gepflückt werden müssen, dass das Fruchtfleisch maschinell mit viel Wasser entfernt wird, dass die übrig gebliebenen Bohnen mehrere Tage in der Sonne getrocknet werden und wie hoch der Preis ist, den die staatlichen Ankaufstellen bezahlen. Sie berichteten, wie wenig die Menschen dort verdienen und wie billig Reis und rote Bohnen unter sandinistischer Herrschaft inzwischen geworden sind. Sie berichteten mit Prozentzahlen von den ersten Erfolgen der Alphabetisierungs- und Impfkampagnen. Sie berichteten von ihren Gesprächen mit 20-jährigen Waffenträgern, so dass wir u.a. erfuhren, dass AK-47 die Kurzbezeichnung für eine „Kalaschnikow“ ist. Sie berichteten vom Ejército Revolucionario Sandinista (dem revolutionären sandinistischen Heer) und von Schützengräben rund um die Finca (= Bauernhof). Sie berichteten, dass die Contra vor kurzem ganz in der Nähe ein ganzes Dorf niedergebrannt hatte.
Auf meiner Jugendzentrumsbaustelle fühlte ich mich nicht wohl. Ich wollte nämlich auch spannende Briefe in die Heimat schicken können.
Im Norden Nicaraguas (Matagalpa) gab es, welch ein Glück, eine kleine, professionelle
BrigadistInnen- gruppe, die sich mit Siedlungsprojekten befasste und noch einen Landvermessungsgehilfen brauchte. Ich fuhr sofort hin.
Hier war also der Teil Nicaraguas, von dem ich so viel gelesen hatte. Ich war noch keine Viertelstunde in Matagalpa, als ich in eine Trauerfeier für einen gefallenen Compañero geriet: Ein Sarg mit Fahnen bedeckt, keine Musik, schweigende Männer und laut heulende Frauen, alles auf offener Straße.
Zwei Blocks weiter befand sich das „Ministerium für menschenwürdige Wohnungen und Siedlungen“ (MINVAH = Ministerio de Viviendas y Asentamientos Humanos). Früher war hier ein Gasthaus gewesen, eingeschossig um einen Innenhof mit einem riesigen Mangobaum herum gebaut. Die ehemaligen Gastzimmer waren nun Büros, in einem wohnten wir Deutschen. Oft drangen Posaunen- und Trompetenklänge zu uns herüber, denn nebenan gab es eine Musikschule, die offenbar für eine Hochzeit probte. Das MINVAH entwickelte u.a. Siedlungsprojekte für die neu entstandenen Landkooperativen. Hierbei arbeiteten wir mit.
Unsere Gruppe bestand aus drei Frauen (Architektin, Städteplanerin und Dolmetscherin) und vier Männern (Bauingenieur, Landvermesser und zwei Helfer, deren einer ich nun war). Wir planten Siedlungen in bergigem Gelände. Jeder Meter Höhenunterschied bedeutet sechs Treppenstufen; deshalb maßen wir die jeweiligen Baugelände detailliert auf. Diese lagen in umkämpften Gebieten nördlich von Matagalpa. Mit einem Pick-Up fuhren wir also zunächst nach Jinotega, der letzten Stadt vor dem Contra-Gebiet. Dort gab es einen größeren Militärstützpunkt, in dem man die aktuelle Gefechtslage kannte und uns entweder zurückschickte oder AK-47-Gewehre in die Hand drückte und weiterfahren ließ. So fuhr ich, bundesdeutscher Kriegsdienstverweigerer, plötzlich mit Knarre in einem tropischen Kriegsgebiet herum.
Eine Kaffee-Finca oben am Rand des Pantasma-Tals: Kaffeeplantagen und Wirtschaftsgebäude hatte der vorherige Besitzer anlässlich der erfolgreichen Revolution fluchtartig verlassen. Seine Knechte und Saisonarbeiter hatten darauf den Betrieb als Kooperative übernommen. Diese Landarbeiter wohnten jedoch ziemlich verstreut in kleinen selbstgebauten Hütten, die sie einst dort errichtet hatten, wo ihnen die Ranchbesitzer und deren Notare das Land nicht streitig machten. Während sich die Männer nun auf der Plantage um die Kaffeepflanzen kümmerten, waren ihre Frauen und Kinder (und Hütten und Nutzgärten) leichte Ziele für die Contra. Es hatte schon viele Opfer zu beklagen gegeben und die Gegenstrategie der Sandinisten bestand nun darin, aus diesen neu entstandenen Kooperativen „Selbstverteidigungs-
kooperativen“ werden zu lassen. Also planten das MINVAH und wir, auf einem noch zu enteignenden Gelände neben den Wirtschaftsgebäuden der Finca eine Art Wehrdorf zu errichten. Wir sahen 20 bis 30 kleine, erweiterbare Basis-Häuschen vor, ein Gemeinschaftshaus, Wege, Wasserversorgung, Latrinen und rundherum trincheras, d.h. Schützengräben.
Schützengräben gab es schon jetzt, und zwar um die bestehenden Wirtschaftsgebäude herum. Uns wurde abends gezeigt, in welchen wir zu springen hätten, falls wir in der Nacht angegriffen werden würden. Unüberhörbar waren die Geschichten, wie die Contras vor nur wenigen Tagen ganz in der Nähe großes Unheil angerichtet hatten. Natürlich schlief ich in dieser Nacht auf der alten Holzpritsche und mit meinem geliehenen Gewehr nicht besonders gut. Wir wurden aber nicht angegriffen. Stattdessen war es ein Morgen wie viele tausend andere auch: Die Frauen waren lange vor dem Morgengrauen aufgestanden und klopften den Teig für die Tortillas und bereiteten das Frühstück vor. Außerdem hatten die Männer heute früh eine Kuh geschlachtet, was übrigens sehr martialisch aussieht, wenn es mit einer Axt mitten auf dem Schotterweg erfolgt, der durch das kleine Dorf führt.
Wir vier deutschen Jungs vermaßen das Gelände in den folgenden Tagen mit Theodolit und Nivelliergerät. Für eine spannende Unterbrechung sorgte Ezequiel, der „Wanderprediger der Landreform“. Er tauchte mittags auf, hatte reichlich zu erzählen und blieb bis zum Abend. Man muss bedenken, dass die Kooperativenmitglieder Zeit ihres Lebens abhängig Beschäftigte gewesen und nun ultraplötzlich selbst zu „Chefs“ geworden waren, ohne auch nur im mindesten für diese Rolle ausgebildet worden zu sein. Deshalb schickten die SandinistInnen jemand wie Ezequiel. Die KooperativistInnen waren begeistert. Kein Wunder!
Unter anderem machte Ezequiel folgendes: Er band ein Seil von ca. 15 m Länge zu einem Ring und bat vier Kooperativisten, in diesen Ring zu steigen, und jeder sollte in eine andere Himmelsrichtung streben. Es sah wie ein Boxkampfring aus. In jeder Ecke stand ein Mann, und Ezequiél warf jedem echtes Geld (200 Córdoba pro Person, was wirklich nicht wenig war) mit gewissem Abstand vor die Füße. Dann forderte er die Herren auf, das Geld einzusammeln. Es begann ein heftiges Gezerre! Alle vier Männer waren etwa gleich stark. Nicht einer schaffte es, zu dem vor ihm liegenden Geldhäufchen zu gelangen, da seine Mitstreiter im Ring in die anderen Richtungen zogen. Und nun erklärte Ezequiél sehr anschaulich, was kooperatives Arbeiten bedeutet: Erst gehen alle gemeinsam zum ersten Geldhäufchen, dann zum zweiten, dann zum dritten und zum vierten. Ezequiel erhielt Standing Ovations.
Unten im Pantasma-Tal gab es einen Jahrmarkt. Es sah aus wie in einem Wild-West-Film. Alles staubig, heiße Mittagssonne, viele Pferde, wenig Autos, schnapstrunkene Männer und ein echter
Rodeo- Wettkampf. Zurück nach Matagalpa fuhren wir durch einen niedergebrannten Weiler, Spray-Parolen der Contra auf den Ruinen. Wir überholten einen Pick-Up, auf dessen Ladefläche zwei Leichen lagen.
Aus unseren tausend protokollierten Zahlen fertigten wir Karten mit präzisen Höhenlinien und planten die komplette Siedlung hinein, einschließlich detaillierter Konstruktionszeichnungen für die Bauarbeiter. Diese Siedlung wurde nie gebaut, da das MINVAH das Grundstück nicht erhielt. (Stattdessen wirkten spätere Soli-Brigaden an einem Alternativprojekt unten im Pantasma-Tal mit.)
Auch unser zweites Projekt wurde nicht gebaut. Und dabei hatte uns die Kooperative El Ventarrón noch viel mehr am Herzen gelegen! Die Leute waren ausgesprochen gut organisiert, politisch so aufgeweckt, wie man es sich nur erträumen kann, und voller Tatendrang. Das war wohl auch der US-finanzierten Contra bekannt. Vier Wochen, nachdem wir das letzte Mal dort gewesen waren, wurde El Ventarrón von den Contras überfallen. Die meisten Kooperativenmitglieder wurden ermordet, die ganze Finca abgebrannt und dem Erdboden gleich gemacht. Unsere Bauherren waren auf einmal alle tot.
Mit El Ventarrón verbinden sich für mich ganz besondere Erlebnisse. Unser Ministeriumsfahrer hatte uns hingebracht und sollte uns am nächsten Vormittag wieder abholen, kam aber nicht. In zehn bis zwanzig Kilometer Entfernung gab es Feuergefechte. Immer wieder hörte man das takatakatak der Schnellfeuergewehre und das dumpfere Donnern von Mörsern, Granaten oder wasweißich. Unser Auto kam nicht. Kein Telefon und kein Funk (obwohl ein Trupp des sandinistischen Heeres anwesend war). Strahlend blauer Himmel, Schießereien im Hintergrund und keine Chance, etwas Sinnvolles zu tun. Stillstand.
In die Kooperative hingegen kam am Nachmittag Bewegung. Nach langem Fußmarsch war nämlich der Lehrer der Alphabetisierungskampagne angekommen. Es war wirklich wie in einem Bilderbuch: Alle anwesenden Nicas hatten plötzlich ihre Schulbücher in der Hand und stellten sich den Herausforderungen des Rechnens, Lesens und Schreibens. Ich war von dieser Emsigkeit gerührt und wollte nicht als blöder Gaffer daneben stehen. Ich schlich mich an den Rand des Gehöfts und war plötzlich noch viel mehr gerührt: Wie würde es euch ergehen, wenn ihr einen Greis mit runzeligem Gesicht im Schatten einer Mauer sitzen seht, der mit einem Bleistiftstummel in der Hand und dem Enthusiasmus eines Schulkindes an Dreisatz-Rechenaufgaben herumknobelt?
Der Gefechtslärm war inzwischen verstummt und unser Auto kam, als es bereits Nacht war. Wie gesagt: Vier Wochen später waren alle tot.
Während einer Zugfahrt von León nach Managua (die Bahnhöfe sahen auch aus wie in Wildwestfilmen) sprach uns ein junger Mann an. Er fand es sehr interessant, dass wir aus Westdeutschland waren und stellte höchst detaillierte Fragen nach dem Schicksal der gefangenen Compañeros aus der RAF. Er wusste hierüber wesentlich besser Bescheid als wir und die RAF-Gefangenen waren für ihn ebensolche Freiheitskämpfer wie A. C. Sandino, Che Guevara oder Nelson Mandela. Damals wusste ich kein Gegenargument, heute erst recht nicht. „Todos Juntos Venceremos“ war der klangvolle Name, den wir unserer Solibrigade gegeben hatten. Alle gemeinsam werden wir siegen! Warum sollte man das nicht ernst nehmen?
Nach drei Monaten Nicaragua war ich wieder in Deutschland. Meine Multiplikatorenwirkung wird nicht besonders groß gewesen sein. Auch wenn meine Briefe relativ weit herumgereicht worden waren: Als ich zurückkam, war das Interesse der heimischen Politszene an meinen Erlebnissen eher gering. Weder ich noch andere haben eine öffentliche Veranstaltung mit mir als Hauptredner organisiert. Außerdem war gerade Frühling.
PS.: Zufällig stolperte ich über die folgende Äußerung eines schweizerischen TV-Theologen: Die schlimmsten Gräueltaten auf der Welt, sagte er, würden von Männern im Alter zwischen 18 und 25 Jahren verübt. Das sei das Alter, in welchem diese begeistert in Kriege zögen! Vielleicht, so schlug er vor, sollte man sie in dieser Lebensphase lieber einsperren – blöde Idee eines älteren Herrn! Mir fiel allerdings auf, dass auch ich in genau diesem Alter immerhin begeistert in einen Krieg gezogen bin. Und so ging die Hymne der
Sandinistischen Befreiungsfront FSLN: Hier
Hymne hören (mp3)
¡Adelante! ¡Marchemos compañeros!
¡Avancemos a la revolución!
Nuestro pueblo es el dueño de su historia,
Arquitecto de su liberación.
Combatientes del Frente Sandinista,
Adelante, que es nuestro el porvenir.
Rojinegra bandera nos cobija,
¡Patria libre, vencer o morir!
Los hijos de Sandino
Ni se venden, ni se rinden.
¡JAMAS!
¡Marchemos contra el Yankee!
El enemigo de la humanidad.
Vorwärts! Auf geht's, Compañeros!
Auf zur Revolution!
Unser Volk ist der Herr seiner Geschichte
Und der Architekt seiner Befreiung.
Kämpfer der Sandinistischen Front,
Vorwärts, denn die Zukunft ist unser!
Rot-schwarz ist unsere Fahne,
Freies Vaterland! Siegen oder Sterben!
Die Söhne von Sandino
Lassen sich nicht kaufen, ergeben sich nicht.
NIEMALS!
Wir ziehen gegen den Yankee,
Den Feind der Menschlichkeit! (Offizielle
FSLN-Version) Adelante marchemos compañeros
avancemos a la revolución
nuestro pueblo es el dueño de su historia
arquitecto de su liberación.
Combatientes del Frente Sandinista
adelante que es nuestro porvenir
rojinegra bandera nos cobija
¡Patria libre vencer o morir!
Los hijos de Sandino
ni se venden ni se rinden
luchamos contra el yankee
enemigo de la humanidad.
Adelante marchemos compañeros
avancemos a la revolución
nuestro pueblo es el dueño de su historia
arquitecto de su liberación
Hoy el amanecer dejó de ser una tentación
mañana algún día surgirá un nuevo sol
que habrá de iluminar toda la tierra
que nos dejaron los mártires y héroes
con caudalosos ríos de leche y miel.
Adelante marchemos compañeros
avancemos a la revolución
nuestro pueblo es el dueño de su historia
arquitecto de su liberación
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