Notizen

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22. Fernsehworkshop Entwicklungspolitik

Aktuelle Film- und Fernsehproduktionen zu Nord-Süd-Themen und Gespräche mit Filmschaffenden und Medienfachleuten stehen im Mittelpunkt des Fernsehworkshops Entwicklungspolitik vom 23. bis 26. Mai 2013 im Haus am Dom in Frankfurt/M. Zum siebten Mal entscheidet dabei eine Jury über den Eine-Welt-Filmpreis NRW, der von der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen vergeben wird. Mit dem Preis werden die Arbeiten von Autorinnen und Autoren gewürdigt, deren Filme für Probleme in Ländern des Südens sensibilisieren, die aber auch Ansätze zur Veränderung aufzeigen und einen Perspektivwechsel ermöglichen.

Das ausführliche Sichtungsprogramm mit Filmbeschreibungen gibt es ab Ende April im Internet. Informationen und Anmeldung: www.fernsehworkshop.de

Ignacio del Valle und die Band Resistencia d´ Mexico

Auf ihrer Rundreise durch Europa, die Türkei und Kurdistan kommen Ignacio „Nacho“ del Valle und die Band Resistencia d' Mexico auch nach Deutschland. Im Mai 2006 wurde Nacho wegen des Widerstandes gegen den neuen Flughafen von Mexiko-Stadt in Atenco gemeinsam mit vielen anderen verhaftet, gefoltert und zu über 100 Jahren Gefängnis verurteilt. 2010 hob das Oberste Gericht das Urteil auf und sprach ihn aus Mangel an Beweisen frei. Seitdem engagiert sich Nacho in sozialen Kämpfen und ist Teil der „Anderen Kampagne“.

Auf der Rundreise wollen sie über die Situation in Mexiko informieren und Kontakte zwischen mexikanischen sozialen Bewegungen und entsprechenden Bewegungen und Projekten in Europa knüpfen.

Am 24. Mai um 18 Uhr ist er bei der Veranstaltung „Der lange Kampf von Atenco – Möglichkeiten transnationaler Solidarität“ im Linken Zentrum, Düsseldorf (Corneliusstr. 108). Am 26. Mai ist Nacho in Frankfurt (19 Uhr, Cafe Exzess, Leip-ziger Str. 91; danach Resistencia d' Mexico (Latin-Ska-Punk).

Veranstaltungsrundreise zur Kooperative
 Cecosesola in Venezuela

In Barquisimeto, einer Millionenstadt im Westen Venezuelas, experimentiert der Kooperativenverbund Cecosesola seit mehr als vier Jahrzehnten mit Selbstverwaltung und Basisdemokratie. Die Cooperativistas betreiben Gemüsemärkte, produzieren Lebensmittel und bieten Gesundheitsversorgung und andere Dienstleistungen an. Sie arbeiten ohne Chefs, entscheiden im Konsens, bewältigen die Aufgaben im Rotationsverfahren und stellen immer wieder alles in Frage. Alles wird ständig in Versammlungen gemeinsam besprochen. Mit diesen Prinzipien ist es ihnen gelungen, die übliche Bürokratisierung langlebiger Großprojekte zu vermeiden.

2012 ist ein Buch mit Texten von Cecosesola auf Deutsch erschienen (Auf dem Weg – Gelebte Utopie einer Kooperative in Venezuela, Verlag Die Buchmacherei, Berlin 2012)

Nach 2012 kommen im Mai wieder drei Compañer@s aus Barquisimeto nach Deutschland. Sie werden Cecosesola mit einem kurzen Film und Erfahrungsberichten vorstellen.

Termine der Rundreise 2013: Erfurt: Do. 2.5., 19:00 Uhr, Radio F.R.E.I. (Gotthardtstr. 21), Dresden: Fr, 3.5., 20:30 Uhr, Buchladen „Büchers Best“ (Louisenstr. 37), Nürnberg: Mo, 6.5., 19:30 Uhr, Pfarrsaal St. Josef (Gießereistr. 2), München: Sa. 11.5., 20 Uhr (BUKO), Eine Welt Haus (Schwanthalerstraße 80), Augsburg: Mo. 13.5., 20:00 Uhr, „Ganze Bäckerei“ (Reitmayrgäßchen 4), Kempten: Di. 14.5., 20:00 Uhr, Saal der Ev. Johanneskirche (Braut und Bahrweg), Tübingen: Do. 16.5., 20:00 Uhr, Verfügungsgebäude der Universität (Wilhelmstr. 19), Freiburg: Fr. 17.5., Potsdam: Di. 21.5., 19:30 Uhr, Sputnik Buchladen (Charlottenstr.28), Brüssel/Louvain-la-Neuve: Mo. 27.5., Bonn: Di. 28.5., 20:00 Uhr, La Victoria (Bornheimer Straße 57), Fulda: Mi. 29.5., 19:00 Uhr, Kino 35/Café Panama (Langebrückenstr. 14)  www.cecosesola.org/

Count-Down am Xingu III

Der neue Film „Count-Down am Xingu III“ beschreibt den andauernden Widerstand gegen das drittgrößte Staudammprojekt der Welt, Belo Monte. Damit setzen der Filmemacher Martin Keßler und sein Team die dokumentarische Langzeitbeobachtung fort, die sie 2009 begonnen haben. Sie werden im Januar 2013 Zeugen, wie Indigene eine Straße blockieren und 30 Busse in ihre Gewalt bringen, aus Protest gegen den staatseigenen Energiekonzern Norte Energia, der am Fluss Xingu den Staudamm Belo Monte errichten lässt. 600 qkm Urwald werden dafür gerodet, 40 000 Menschen umgesiedelt. Der Film berichtet von fortgesetzten Aktionen der Indigenen. Das Team ist mit Bischof Kräutler und Antonia Melo von der Bürgerbewegung Xingu vivo unterwegs, spricht mit Staatsanwälten und berichtet vom Aufstand Tausender Bauarbeiter und reist direkt vom Xingu ins verschneite Deutschland, zur Hauptversammlung des Siemenskonzerns, der gemeinsam mit österreichischen und französischen Firmen die Turbinen für Belo Monte liefert. Eine spannende Reportage auf der Suche nach den Hintergründen für die anhaltende Zerstörung des Amazonasurwaldes und die weitere Vertreibung der Indigenen.

Eine Kurzfassung des Filmes ist ab sofort auf youtube und www.neuewut.de zu sehen. Die deutsche Premiere der Langfassung (76 min) findet am Mittwoch, 12. Juni 2013, 20.00 Uhr, im Kino Babylon, Berlin/Mitte statt.

Eine DVD kann bereits jetzt bestellt werden unter: bestellung@neueWUT.de, Kurzfassung (16 min, (14,90 Euro Normalpreis, 24,90 Euro Institutionen – zzgl. 3,60 Euro Versandkosten) und ab Ende Mai die Langfassung (76 min, 19,90 Euro Normalpreis, 29,90 Euro Institutionen (zzgl. 3,60 Euro Versandkosten). Für Filmvorführungen/Diskussionsveranstaltungen bitte eine Email an: termine@neuewut.de

Agrosprit aus Zuckerrohr in Nicaragua

Das Informationsbüro Nicaragua lädt am 8./9. Juni zu einem Vernetzungstreffen der Gruppen ein, die zum Thema Agrosprit und Zuckerrohr arbeiten.

Umweltorganisationen, Solidaritätsgruppen und Interessierte werden sich umfassend über das Thema und ihre Arbeitsschwerpunkte austauschen. Ziel ist es, vielseitige Informationen und Handlungsoptionen zusammenzutragen, gemeinsame Strategien zu entwickeln und anschließend öffentlichkeitswirksam zu arbeiten.

Weitere Informationen: www.informationsbuero-nicaragua.org

Mexiko-Seminar

Die deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko, das Allerweltshaus Köln, das Welthaus Bielefeld, Promovio e.V. und Carea e.V. laden zum Seminar:
31. 5. bis 2. 6. 2013 „Qué pasa en México – ¿y qué hago aquí? – Mexiko-Rückkehrende vernetzen sich. Ort: Bad Hersfeld.

Anmeldung und weitere Infos unter: barbara.schuetz@welthaus.de

Kolumbien
Wiedergutmachung – eine lebendige Ausstellung

Das theaterpädagogische Projekt des zivilen Friedensdienstes, die Corporación Jurídica Libertad und das künstlerische Kollektiv Barracuda Carmela (Kolumbien) präsentieren das Stück „Wiedergutmachung: Innehalten, um weitergehen zu können…“

In einer Ausstellung „lebender“ Bilder treten Inge Kleutgens, Catalina Medina und Felipa Vergara mit den Gemälden von F. Sánchez Caballero in einen Dialog, um dem Sinn dessen nachzuspüren, was in Kolumbien Wiedergutmachung genannt wird. Die „Ausstellung“ bietet also eine andere Art der Reflexion des sozialen und politischen Konflikts in Kolumbien.

Durch die Auseinandersetzung der drei Künstlerinnen mit den Arbeiten von F. Sánchez Caballero gewinnen diese eine neue Bedeutung. Sie sind geprägt durch die Menschen und die Konflikte und leihen den Bildern des Malers ihre Körper, ihre Stimmen, damit die Wunden sichtbar werden, die sich hinter der Farbe verbergen...

Unter https://vimeo.com/46264249 findet sich ein Trailer zu dem Projekt.

Im Mai gastieren die KünstlerInnen in folgenden Städten:
2.5. Hamburg (20 Uhr, Zachäus-Kirche, Käkenflur 22b)
6.5 Bochum (20 Uhr, Bahnhof Langendreer)
8.5. Ottersberg (19 Uhr, Hochschule f. Künste im Sozialen)
10./11.5. Aachen (20 Uhr, Theater K, In der Bastei)
12.5. Krefeld (20 Uhr, Theater am Marienplatz-Tam)
16.5. Saarbrücken (20 Uhr, Theater Blauer Hirsch)
18.5.Thalgau (20 Uhr, K³ Saal)
20.5. Bregenz (20 Uhr, Kosmos Theater)
24.5. Köln (20 Uhr, Bühne der Kulturen im Arkadash-Theater)
26.5. Remagen (19 Uhr, Kulturwerkstatt)
31.5. Brühl (20.00, Galerie am Schloss)
5.6. Köln, (20.00, Alte Feuerwache)
6.6. Bonn (19.30, Rheinisches Landesmuseum)

Solidaritätsbrigade nach Nicaragua 2013

Das Infobüro Nicaragua und das Ökumenische Büro für Frieden und Gerechtigkeit organisieren dieses Jahr wieder gemeinsam eine Solibrigade nach Nicaragua. Im August/September fahren wir mit einer Gruppe von 10-15 Leuten, die Einblicke in den Alltag in Nicaragua erlangen, sich austauschen, Informationen sammeln und Menschen aus Basisorganisationen kennenlernen wollen, nach Matagalpa/Nicaragua.

In Zusammenarbeit mit unserer Partnerorganisation Movimiento Comunal de Matagalpa beteiligen wir uns an dem Bau eines Gemeindezentrums in einer ländlichen Gemeinde und wohnen bei den Familien vor Ort. Außerdem besuchen wir Basisorganisation und diskutieren mit ihnen aktuelle soziale und politische Themen. Im Mittelpunkt steht dieses Jahr das Thema Geschlechterverhältnisse.

Weitere Infos: www.oeku-buero.de unter „Solidaritätsbrigaden“